Pyrotechnik - Einst und Heute

Festliche Feuerwerke haben eine lange Geschichte, die im mittelalterlichen China ihren Ausgang nahm. Dort nutzte man die Erfindung des Schießpulvers zunächst nur für die „wunderbaren Feuerpfeile“, die nicht nur unterhalten, sondern vor allem auch böse Geister vertreiben sollten. Im 13. Jahrhundert brachten Seeleute, die in der chinesischen Marine gedient hatten, das Wissen um die Herstellung und die friedlichen wie kriegerischen Verwendungsmöglichkeiten nach Griechenland. Von dort trat die geheimnisvolle Substanz ihren schnellen Siegeszug über ganz Europa an.

Dank der „Nacherfindung“ durch Berthold Schwarz wurde sie hier als „Schwarzpulver“ berühmt, doch die Herstellung und der Umgang damit blieben ein streng gehütetes Geheimnis, das nur unter wenigen, ausgesuchten Fachleuten weitergereicht wurde. Feuerwerker hatten bald entscheidenden Anteil an Sieg oder Niederlage in Schlachten, die nun auch mit Kanonen geführt wurden. Außerdem aber mussten sie die Kunst des Feuerwerkes beherrschen.

Die erste pyrotechnische Iszenierung auf europäischem Boden soll zu Pfingsten 1379 stattgefunden haben, wobei man eine funkensprühenden Körper in Taubengestalt fliegen ließ.
Jahrhundertelang blieben die flüchtigen Lichtgemälde am Himmel ein Privileg des Adels, denn nur er konnte sich diese an Material, Personal und Zeit aufwändigen „Shows“ leisten. Die Vorbereitungen beschäftigten oft über viele Tage, ja Wochen hinweg, Dutzende der verschiedensten Facharbeiter sowie zahlreiche Handlanger. In Barock und Rokkoko ließen die Fürsten Feuerwerke inszenieren, die wie Opernaufführungen mit eigens komponierter Musik begleitet wurden. Bis heute sind die „Feuerwerksmusiken“ von Georg Friedrich Händel weltberühmt.

Mit dem Niedergang des Adels um die Zeit der französischen Revolution herum waren die friedlichen Künste der Feuerwerker immer weniger gefragt; im 19. Jahrhundert verschwanden sie von den Lehrplänen der Kriegsschulen. Nur der Name der Fachleute für das Spreng- und Artilleriewesen hat sich in den deutschsprachigen Armeen bis heute erhalten.
Zur besseren Unterscheidung dieser Feuerwerker von den friedlichen Feuerkünstlern hat man für letztere den Begriff „Pyrotechniker“ – wörtlich übersetzt „Feuerhandwerker“ – eingeführt. Ebenso ist die innere Nähe der beiden Fachrichtungen geblieben – viele Pyrotechniker bilden sich zu Sprengmeistern weiter, andere haben den Umgang mit Explosivstoffen überhaupt zuerst als Feuerwerker beim Heer erlernt.

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„Feuerpfeile“ in den Himmel schicken kann heute praktisch jedermann hin und wieder. Auf der ganzen Welt kaufen und verfeuern die Menschen zu Neujahr oder anderen besonderen Tagen Raketen, Vulkane und Sonnenräder – in Großbritannien etwa zum „Guy Falkes Day“ am 5. November, um an jenen glücklosen Attentäter zu erinnern, der das englische Parlamentsgebäude in die Luft sprengen wollte.

Trotzdem sind Pyrotechniker noch immer gesuchte Spezialisten. Städte, Firmenkonzerne, Vereine lassen zu Jubiläen oder anderen öffentlichen Veranstaltungen ein Großfeuerwerk zünden.
Außerdem tauchen Pyrotechniker Gebäude in mystische Beleuchtung, Musik- und Theaterbühnen in Nebel oder sprühende Funken, überschütten sie mit Konfetti. Sie zaubern bei Film- und Fernsehproduktionen beeindruckende Spezialeffekte, in denen Autos explodieren, Wassermassen über Häuser hereinbrechen, Blitze in Bäume oder auch Granaten in Panzer einschlagen, ohne dass die beteiligten Schauspieler dabei gefährdet würden. Firmen und Behörden, die sich mit dem Thema Sicherheit befassen, engagieren für eine realitätsnahe Ausbildung Pyrotechniker mit ihren Spezialeffekten.

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Doch auch für familiäre Feste ist der Pyrotechniker interessant; denn ein Feuerwerk, vom Fachmann komponiert und abgebrannt, ist heute durchaus erschwinglich. Maßgeschneidert für den eigenen Garten oder die Wiese hinter dem Gasthof können Sie zur Hochzeit, zum runden Geburtstag oder zur Hauseinweihung solch einen Feuerzauber in den Himmel schießen lassen und damit Ihrem großen Fest einmaligen Glanz und Erinnerungswert verleihen – ganz ohne eigene Mühe. Und dank ihrer Fachkenntnisse, ihrer Phantasie und Kreativität erreichen die Pyrotechniker dabei faszinierende Effekte, gegen die jedes Silvesterfeuerwerk in Ihrem Gedächtnis zum „mickrigen Geballer“ verblasst.

Unser kompetentes, erfahrenes Team berät Sie gern umfassend zu Ihrem persönlichen Feuerwerk und kümmert sich um alles Nötige. Es gibt viele verschiedene Varianten, unter denen Sie wählen können. Lassen Sie sich von unseren Himmelsfeuern bezaubern!

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